Herbstdienstversammlung der Regierung von Unterfranken
Ein umfangreiches Programm erwartete KBR Ralf Dressel und alle Kreisbrandinspektoren bei der Dienstversammlung 2026 in Schwarzach am Main.
Einen Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung bilden die Umstrukturierungen im Innenministerium sowie die Verlagerung der Zuständigkeiten für das Feuerwehrwesen und den Katastrophenschutz auf das Landesamt für Bevölkerungsschutz. Auch personell gibt es einige neue Gesichter, die künftig die rechtlichen Grundlagen erarbeiten und die maßgeblichen Rahmenbedingungen für unsere Arbeit gestalten.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes. Die Strukturen und Konzepte müssen sowohl an die zunehmenden Herausforderungen durch Extremwetterereignisse als auch an die veränderte geopolitische Lage angepasst werden.
Johann Eitzenberger berichtete über aktuelle Themen aus dem LFV Bayern. Mit der Sammelbeschaffung von derzeit 177 Löschgruppenfahrzeugen LF 10 läuft eines der umfangreichsten Einzelprojekte in der Geschichte des Verbandes. Ziel ist es, noch in diesem Jahr den Auftrag zu vergeben und bereits im Frühjahr 2027 einen ersten Prototypen zu erhalten. Eine Sammelbeschaffung dieser Größenordnung bietet erhebliche Vorteile: Neben spürbaren Einsparungen bei den Beschaffungskosten werden die Kommunen durch die zentrale Erstellung der Leistungsbeschreibung, die Ausschreibung und Auftragsabwicklung sowie die Abnahme der fertigen Fahrzeuge deutlich entlastet – sowohl finanziell als auch personell.
Auf die aktuelle Lehrgangsplanung und die strategische Ausrichtung der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und die geplanten Baumaßnahmen, ging Schulleiter Ltd. BD Michael Bräuer ein. Die Brandräte Weber und Pernpeintner berichteten über aktuelle Themen der Regierung von Unterfranken. Dazu gehörten unter anderem Zahlen und Vorgaben im Bereich der Zuwendungen, Änderungen bei Normen und Vorschriften sowie technische Anforderungen und Rahmenbedingungen.
Auch der Rückblick auf besondere Einsatzlagen in Unterfranken und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind fester Bestandteil der jährlichen Tagung. Darüber hinaus stehen Überlegungen und Planungen zur Rückfallkommunikation bei einem Ausfall des Digitalfunks auf dem Programm.
Neben dem fachlichen Austausch ist das Miteinander der unterfränkischen Führungskräfte beim Kameradschaftsabend am Samstag ein wesentlicher Bestandteil des Wochenendes. „Kameradschaft und Treue sollen uns vereinen – Einer für Alle und Alle für Einen“ – unter diesem Leitspruch legten die damaligen Verantwortlichen bereits vor über 60 Jahren die Grundlagen für den gegenseitigen Umgang fest und stellten den Zusammenhalt als wertvollstes Gut über alles andere. Mit dem symbolischen „Ritterschlag“, einer leicht humorvollen und zugleich tief verwurzelten Geste, werden neue Führungskräfte in den „Orden des hl. Florian von Unterfranken“ aufgenommen. In diesem Jahr waren dies Regierungsdirektor Bausewein, Leiter des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung bei der Regierung von Unterfranken, KBR Heiko Mehnig aus dem Landkreis Würzburg sowie KBI Stephan Ebner aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld. Mit ihrer Aufnahme verpflichten sie sich zur Einhaltung der sieben Ordensregeln, die keineswegs aus der Zeit gefallen sind. Traditionell wird die Zeremonie vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes durchgeführt. Dieses Amt bekleidet derzeit der Aschaffenburger KBR Frank Wissel.
Ein besonderer Dank gilt KBR Dirk Albrecht, seinem Team der Kreisbrandinspektion sowie dem Kreisfeuerwehrverband Kitzingen. Die Veranstaltung war hervorragend organisiert und bot beste Bedingungen für den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit. Vielen Dank für die Gastfreundschaft und die gelungene Organisation!